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GlanzformFahrzeugaufbereitung

Aufbereiter verkaufen ein Ergebnis, das auf keinem Foto zu sehen ist. Also gibt es hier kein Foto.

Ausgangslage

Jedes Stockfoto in dieser Branche zeigt ein fremdes Auto in einer fremden Farbe, meist nass und meist bei Sonnenuntergang. Es beweist nichts und ist auf zehn Konkurrenzseiten dasselbe Bild. Die Frage war, was stattdessen im Hero steht.

Die drei Fragen vor der ersten Zeile Code

01

Was macht der Betrieb?

Lackaufbereitung, Innenraum, Keramikversiegelung.

02

Wo?

Dortmund, reines Termingeschäft — der Wagen bleibt einen halben Tag da.

03

Was soll der Besucher tun?

Einen Termin anfragen — und zwar für das Paket, das er auf der Seite schon ausgewählt hat.

Entscheidungen

01

Kein Bild, ein Modell

Problem
Ein Foto zeigt immer ein anderes Auto als das, um das es geht.
Entscheidung
Ein stilisiertes Auto in Three.js, das der Besucher in sechs Lackfarben und drei Felgensätzen selbst umschaltet.
Warum
Die Farbwahl ist die erste echte Entscheidung im Verkaufsgespräch. Sie gehört auf die Seite, nicht ans Telefon.

02

Karosserie aus Primitiven statt aus einem Profil

Problem
Der erste Versuch war eine extrudierte Bezier-Silhouette. Gerendert sah sie aus wie ein Brotlaib mit Rädern.
Entscheidung
Verworfen und neu aus getrennten abgerundeten Boxen aufgebaut, die Kabine als verjüngter Vierkant-Zylinder.
Warum
Eine Form, die man kontrollieren kann, schlägt eine Technik, die eleganter klingt. Entschieden hat das ein Screenshot, keine Meinung.

03

Die Glut musste fast unsichtbar werden

Problem
Das gewählte Paket sollte die betroffenen Flächen markieren. Bei emissive 0.16 war das ganze Auto rosa.
Entscheidung
Runter auf unter 0.06 — für Lack wie für die Scheiben.
Warum
sRGB hebt dunkle lineare Werte massiv an. Was im Code nach einem Hauch aussieht, ist auf dem Schirm eine Volltonfläche.

Was wirklich läuft

Three.js über react-three-fiber. Der Lackwechsel läuft als Farb-Interpolation auf einem geteilten Material, die Paketwahl steuert ein echtes Emissive statt eines Overlays. Für den Terminvorschlag rechnet Claude aus der hinterlegten Dauer des Pakets einen realistischen Slot — kein fester Text.

Was ich anders machen würde

Beim nächsten Mal lade ich ein fertiges GLB-Modell und färbe nur ein. Die Zeit, die in die Silhouette ging, hätte der Konfigurator-Logik gehört — dort entscheidet sich, ob jemand anfragt.

Nächste Fallstudie

Ohmwerk